Überwindung der Drogensucht

Wer sich dazu entschließt, eine erkannte Drogensucht zu
überwinden, ist bereits auf dem Weg zurück in ein
normales Leben. Der heutige Stand der Wissenschaft kennt effektive
Methoden, Patienten dabei zu helfen, die Drogenabhängigkeit zu
besiegen. Wichtig für die Heilung ist jedoch, dass der
betroffene Patient selbst erkennt, dass er abhängig ist
– denn eine erzwungene Drogentherapie hilft nur kurz, da der
Patient schnell wieder rückfällig wird.
Der medizinische Entzug beginnt mit der Einweisung des Patienten in ein Krankenhaus. Der Grund für den stationären Aufenthalt liegt darin begründet, dass in erster Zeit starke Entzugserscheinungen auftreten, beispielsweise Herzrasen, Schlafstörungen und Schweißausbrüche. Durch medizinische Behandlung und ständige Aufsicht ist der Drogensüchtige auch während des Entzugs gesundheitlich geschützt und kann die schlimmsten Symptome behandeln lassen.
Im Anschluss an die akute Phase wird der Patient in ein spezielles Suchtkrankenhaus überwiesen, in dem er sich vollständig von der Droge entwöhnen soll. Je nach Patient hält diese Phase wenige Wochen an, kann aber auch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Ziel des Aufenthalts ist es, den Patienten an ein Leben ohne die Droge zu gewöhnen. Während dieser Zeit wird er psychologisch betreut.
Nach der Entlassung darf die Betreuung auf keinen Fall abgebrochen werden. Der Patient sollte ambulant weiter beaufsichtigt werden, um sicherzustellen, dass er nicht wieder rückfällig wird und in seinem neuen Leben den Rückhalt der Gesellschaft spürt. Zumindest die psychologische Betreuung während dieser Zeit sollte sichergestellt werden.
