Wiedereinstieg

Drogensüchtige werden auch nach der erfolgreich bekämpften Sucht Probleme haben, sich in die Gesellschaft einzugliedern. In der Natur der Sucht liegt schließlich auch die Vernachlässigung des sozialen Umfeldes, der Arbeit und der Hobbys. Die alten Freunde mag er noch haben, doch das Verhältnis wird sich verändert haben – schließlich können sie die Erlebnisse des Drogensüchtigen nicht nachvollziehen, waren lange von ihm getrennt und schaden ihm nur, wenn sie selbst Drogen nehmen. 

Der Wiedereinstieg in die Gesellschaft fällt aber auch deswegen schwer, weil der alte Arbeitsplatz voraussichtlich nicht mehr besetzt werden kann, ebenso die Ausbildungsstelle oder der Platz an der Schule.
Eine Selbsthilfegruppe kann ehemaligen Drogenabhängigen helfen, zumindest die gesellschaftliche Unterstützung zu finden, die sie nach der Behandlung brauchen. Es handelt sich dabei um regelmäßige Treffen mit anderen geheilten Drogensüchtigen, um über die eigenen Erlebnisse im neuen Alltag zu reden und sich gegenseitig beim Wiedereinstieg in die Gesellschaft zur Seite zu stehen. Dadurch, dass immer ein verständnisvoller Gesprächspartner zur Verfügung steht, der dasselbe erlebt und erlebt hat, sollen erfolgreich geheilte Drogensüchtige davon abgehalten werden, aus Mutlosigkeit über die anfangs schwere Situation wieder der Drogensucht zu verfallen oder den Kontakt zu schädlichen Bekanntschaften wieder aufzunehmen. Gleichzeitig sollen die Erfolge der anderen Teilnehmer der Motivation und der Erinnerung daran dienen, dass der gesellschaftliche Wiedereinstieg möglich ist.


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